Mein Web 2.0 im November – Ein eigenes Wiki? Kein Problem!

Es ist November, es wird langsam kälter und grauer… Zeit also sich zu überlegen, wie man den einen oder anderen tristen Winterabend (sinnvoll) verbringen könnte – und für mich Zeit zu überlegen, was es denn so neues oder empfehlenswertes in der Web 2.0-Welt gäbe.

Dabei ist mir in letzter Zeit – wie eigentlich immer wenn man in den Weiten des World Wide Web (2.0) herumstöbert –  wieder einiges mal mehr, mal weniger Kuriose  untergekommen:

So kann man sich neben Müsli, Tee, Parfüm oder Schokolade (und Was-weiß-ich-was-noch-allem) beispielsweise sein eigenes Olivenöl zusammenstellen („myolives“).

Oder man denkt sich (bescheuerte) Aktionen aus und fragt die Web-Gemeinde auf „howmutch“ für welchen Betrag man bereit wäre die Aktionen auszuführen bzw. in  umgekehrter Logik,  was einem die beschriebene Aktion wert wäre.  Wer sich lieber unter den Befragten befindet , kann sich die Zeit dann damit vertreiben, zu überlegen für welchen Betrag er sich zu so geistreichen Aktionen wie dem Ablecken einer U-Bahn-Haltestelle  verleiten ließe…

Oder man lebt sich auf  „thumbscribes“ kreativ und kollaborativ mit anderen Nutzern literarisch aus.

Oder… oder….

Was ich unseren Lesern diesen Monat aber ans Herz legen möchte,  ist weniger eine einzelne, spezifische Web 2.0-Plattform und auch nicht unbedingt die „klassische“ Teilnehmerrolle (die es im Web 2.0 ja eigentlich sowieso nicht gibt), sondern vielmehr Folgendes:

Bauen Sie doch einfach einmal Ihr EIGENES Wiki auf!

So lässt sich auch über mehrere Personen verteiltes Wissen einfach, schnell und gut zugänglich strukturieren und dokumentieren. Was noch lange nicht heißt, dass man sein Wiki völlig öffentlich und allgemein zugänglich gestalten muss. So kann man bei verschiedenen Wiki-Anbietern die Zugänglichkeit individuell regeln und sein Wiki etwa nur bestimmten, zugelassenen Personenkreisen zugänglich machen.

Was wiederum bedeutet, dass es verschiedene Anbieter von Wiki-Software (und zugehörigen Serverkapazitäten) gibt, welche einem ermöglichen schnell und unkompliziert sein eigenes Wiki zu erstellen. Wer eingeblendete Werbung in Kauf nimmt, kommt dann sogar kostenfrei zu seinem eigenen Wiki.

Einen guten Überblick über verschiedene Wiki-Anbieter bietet dabei die Seite „wikimatrix“ die ermöglicht verschiedene Anbieter anhand zahlreicher Kriterien zu vergleichen. Wer eine Empfehlung bekommen möchte, kann den Choice Wizzard bemühen, der einem nach wenigen Fragen eine Auswahl empfohlener Wikis präsentiert.  Gefragt wird beispielsweise, ob das Wiki-Interface in einer bestimmten Sprache verfügbar sein soll oder ob man auf WYSIWYG (Tolle Abkürzung oder? – What You See Is What You Get) Wert legt.

Für unser projektinternes Wiki bin ich so auf Wetpaint gestoßen und ich muss sagen, ich bin immer noch begeistert. Sowohl von Wetpaint als auch vor allem von der Tatsache wie einfach man sein eigenes Wiki anlegen kann und wie nützlich es einfach ist.

Was ich sagen möchte ist, dass ich es eigentlich nur empfehlen kann es einmal selbst – egal mit welchem Anbieter – auszuprobieren.

Ob privat (bspw. für Kochrezepte), fürs Studium  oder beruflich. Ob allein für sich (auch wenn es dann nicht mehr ganz dem Wiki- und Web 2.0-Gedanken entspricht), oder mit  Freunden, Kommilitonen oder Kollegen…

Also einfach mal ausprobieren!

Und vielleicht hätte ich als Überschrift auch einfach „Eine Ode an Wikis“ nehmen sollen 😉