Lass dich überraschen!

Die Tage zum Weihnachtsfest sind gezählt. Mittlerweile brennt schon das zweite Licht am Adventskranz und jeder freut sich auf das immer näher rückende Fest. Verstärkt wird die Weihnachtsstimmung durch den gefallen Schnee und die Weihnachtsmärkte, die uns überall mit einem Zimt- und Glühweinduft locken. Doch was wäre Weihnachten ohne Geschenke von den Liebsten? Mittlerweile gibt es aber leider nur noch selten „Überraschungsgeschenke“ und immer öfter weiß man, welches Geschenk man zu Weihnachten bekommen wird.Durch das aufkommende Web 2.0 hat man außerdem immer mehr reine online-Kontakte und mit Facebook, Twitter etc. steht man mit der „ganzen Welt“ in Kontakt, sodass das traditionelle Wichteln mit einer Reihe von Freunden und Bekannten schon gar nicht mehr möglich ist. Lösung bietet „Twichteln“.

Wie schon im letzten Jahr haben Twitter-Nutzer nun die Möglichkeit, sich gegenseitig eine Freude zu machen und der Überraschungseffekt kommt bei Twichtel-Geschenken mit Sicherheit nicht zu kurz.  Unter http://www.twichteln.de/ können sich Twitter-Nutzer kostenlos anmelden, kurz darauf werden die Teilnehmer einander zugelost und man sollte bis spätestens dem 20.12. sein Geschenk auf die Reise geschickt haben, sodass das Twichtel-Geschenk pünktlich zu Heiligabend seinen Empfänger erreicht. Leider war der Anmeldeschluss für das diesjährige Twichteln schon am 5. Dezember. Doch wer mal nicht mehr nur seine „real-life-Freunde“ beschenken möchte, der sollte sich diese Aktion für nächstes Jahr merken! Somit wünsche ich weiterhin eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Twichteln!

Mein Web 2.0 im November – Ein eigenes Wiki? Kein Problem!

Es ist November, es wird langsam kälter und grauer… Zeit also sich zu überlegen, wie man den einen oder anderen tristen Winterabend (sinnvoll) verbringen könnte – und für mich Zeit zu überlegen, was es denn so neues oder empfehlenswertes in der Web 2.0-Welt gäbe.

Dabei ist mir in letzter Zeit – wie eigentlich immer wenn man in den Weiten des World Wide Web (2.0) herumstöbert –  wieder einiges mal mehr, mal weniger Kuriose  untergekommen:

So kann man sich neben Müsli, Tee, Parfüm oder Schokolade (und Was-weiß-ich-was-noch-allem) beispielsweise sein eigenes Olivenöl zusammenstellen („myolives“).

Oder man denkt sich (bescheuerte) Aktionen aus und fragt die Web-Gemeinde auf „howmutch“ für welchen Betrag man bereit wäre die Aktionen auszuführen bzw. in  umgekehrter Logik,  was einem die beschriebene Aktion wert wäre.  Wer sich lieber unter den Befragten befindet , kann sich die Zeit dann damit vertreiben, zu überlegen für welchen Betrag er sich zu so geistreichen Aktionen wie dem Ablecken einer U-Bahn-Haltestelle  verleiten ließe…

Oder man lebt sich auf  „thumbscribes“ kreativ und kollaborativ mit anderen Nutzern literarisch aus.

Oder… oder….

Was ich unseren Lesern diesen Monat aber ans Herz legen möchte,  ist weniger eine einzelne, spezifische Web 2.0-Plattform und auch nicht unbedingt die „klassische“ Teilnehmerrolle (die es im Web 2.0 ja eigentlich sowieso nicht gibt), sondern vielmehr Folgendes:

Bauen Sie doch einfach einmal Ihr EIGENES Wiki auf!

So lässt sich auch über mehrere Personen verteiltes Wissen einfach, schnell und gut zugänglich strukturieren und dokumentieren. Was noch lange nicht heißt, dass man sein Wiki völlig öffentlich und allgemein zugänglich gestalten muss. So kann man bei verschiedenen Wiki-Anbietern die Zugänglichkeit individuell regeln und sein Wiki etwa nur bestimmten, zugelassenen Personenkreisen zugänglich machen.

Was wiederum bedeutet, dass es verschiedene Anbieter von Wiki-Software (und zugehörigen Serverkapazitäten) gibt, welche einem ermöglichen schnell und unkompliziert sein eigenes Wiki zu erstellen. Wer eingeblendete Werbung in Kauf nimmt, kommt dann sogar kostenfrei zu seinem eigenen Wiki.

Einen guten Überblick über verschiedene Wiki-Anbieter bietet dabei die Seite „wikimatrix“ die ermöglicht verschiedene Anbieter anhand zahlreicher Kriterien zu vergleichen. Wer eine Empfehlung bekommen möchte, kann den Choice Wizzard bemühen, der einem nach wenigen Fragen eine Auswahl empfohlener Wikis präsentiert.  Gefragt wird beispielsweise, ob das Wiki-Interface in einer bestimmten Sprache verfügbar sein soll oder ob man auf WYSIWYG (Tolle Abkürzung oder? – What You See Is What You Get) Wert legt.

Für unser projektinternes Wiki bin ich so auf Wetpaint gestoßen und ich muss sagen, ich bin immer noch begeistert. Sowohl von Wetpaint als auch vor allem von der Tatsache wie einfach man sein eigenes Wiki anlegen kann und wie nützlich es einfach ist.

Was ich sagen möchte ist, dass ich es eigentlich nur empfehlen kann es einmal selbst – egal mit welchem Anbieter – auszuprobieren.

Ob privat (bspw. für Kochrezepte), fürs Studium  oder beruflich. Ob allein für sich (auch wenn es dann nicht mehr ganz dem Wiki- und Web 2.0-Gedanken entspricht), oder mit  Freunden, Kommilitonen oder Kollegen…

Also einfach mal ausprobieren!

Und vielleicht hätte ich als Überschrift auch einfach „Eine Ode an Wikis“ nehmen sollen 😉

Mein Web 2.0 im Oktober – Lesen was das Zeug hält

Während wir in den letzten Wochen noch mit vielen Sonnenstunden verwöhnt wurden und immer noch werden, kündigt sich doch so langsam der Winter an: Die Abende werden länger, es ist kalt, man mummelt sich gemütlich in seine Decke ein…. und liest am besten ein Buch. Wer hier noch auf der Suche nach guten Literaturtipps ist, dem möchte ich heute den Blog „Ein Buch muss die Axt sein“ (http://einbuchmussdieaxtsein.blogspot.com) empfehlen. Auf diesen privaten Blog wurde auch ich erst kürzlich hingewiesen und er hat mich sofort überzeugt – in ansprechender Weise werden hier Bücher unterschiedlichster Art vorgestellt. Und das so gut, dass ich mir gleich „In meinem Himmel“ kaufen werde.

Mein Web 2.0 im September – Wasser, Wind und schnelle Boote

Der Sommer verabschiedet sich langsam und es wird nicht mehr lange dauern, bis die ersten Herbststürme über das Land hinweg fegen. Für viele Wassersportler neigt sich damit gleichzeitig die Saison (zumindest in unseren Breiten) dem Ende zu. Zeit also, sich ein wenig mit dem Internetangebot zum Thema zu beschäftigen.

Insbesondere sportlich orientierte Segler, die sich auch dafür interessieren, was in der Szene außerhalb Deutschlands oder Europas passiert, sitzen jedoch mit den klassischen Angeboten auf dem Trockenen. Die Redakteure der bekannten Zeitschriften bieten, wenn überhaupt, meist nur sehr oberflächliche Berichte. Zum Glück gibt es Internetangebote, fernab der renommierten Magazine.

Angebote wie Sailing Anarchy (www.sailinganarchy.com; deutscher Ableger www.sailinganarchy.de) bieten mit interessanten Reportagen und Hintergrundberichten bisher unbekannte Einblicke in die Welt des Regattasegelns. Die Berichte sind dabei nicht von professionellen und lediglich beobachtenden Reportern geschrieben, sondern meist von aktiv beteiligten Seglern, die ihre persönlichen Erfahrungen wiedergeben. Im angeschlossenen Forum hat der Leser zudem die Möglichkeit neue Designs, Boote oder Regattaergebnisse zu diskutieren.

Alles in allem, gute Voraussetzungen für einen kurzweiligen Winter…

Mein Web 2.0 im August – Sommer, Sonne, Strand & mehr

So langsam beginnt auch in Hohenheim die Feriensaison und die Kollegen verabschieden sich nach und nach in den verdienten Urlaub. Ich selbst habe noch keine konkreten Pläne. Zeit, mal zu gucken, was das Web 2.0 im Hinblick auf Sonne, Strand und Meer so zu bieten hat!

Die erste Adresse ist Wikitravel – ein weltweiter Online-Reiseführer. Dem Wiki-Prinzip folgend stellen die User hier aktuelle Reiseinformationen über Länder, Städte und Sehenswürdigkeiten zusammen. Man erhält Informationen zur besten Reisezeit, Transport oder kulinarischen Besonderheiten. Konkrete Restaurant- oder Hoteltipps bekommt man jedoch nicht. Die gibt es dafür bei tripadvisor. Hier kann man nach regional nach Empfehlungen in bestimmten Preiskategorien suchen; die User beschreiben und bewerten das Angebot.

Für Reisende die Anschluss suchen und vielleicht bei den Übernachtungskosten den einen oder anderen Cent sparen möchten, ist couchsurfing gedacht. Angemeldete User können eine Unterkunft finden und selbst eine Übernachtungsmöglichkeit oder auch anderes anzubieten, wie beispielsweise einem Reisenden die Stadt zu zeigen. Dann kann der Urlaub ja kommen!

„Mein Web 2.0“ im Juli: Es flattrt!

Seit einigen Wochen beobachtet man auf vielen Blogs eine Art „Gefällt mir“-Button in grün und orange. Doch was hat es mit diesem sogenannten „Flattr“ auf sich? Das System von Flattr ist ein Versuch, dem ewigen Problem zu begegnen, ob und wie man mit Inhalten im Internet Geld einnehmen kann. Stefan Niggemeier erklärt in seinem Blog, wie das funktionieren soll:

„Das Prinzip geht so: Man meldet sich bei Flattr an und legt einen Betrag fest, den man monatlich für Online-Inhalte ausgeben will. Dann klickt man immer dort, wo einem etwas gut gefällt, auf den Flattr-Button. Am Ende des Monats wird die vorher festgelegte Gesamtsumme auf die angeklickten Dinge verteilt. Wer 20 Euro ausgibt und zehnmal etwas geflattrt hat, spendet so je 2 Euro. Bei jemandem, der sich für 10 Euro im Monat entscheidet und hundertmal flattrt, ist jeder Klick auf den Knopf 10 Cent wert.“

Die ersten Versuche von Herrn Niggemeier und Co haben gezeigt, dass tatsächlich ein bisschen Geld zusammenkommt: Er selbst hat im ersten Flattr-Monat etwa 350 Euro eingenommen, die taz kommt sogar auf beinahe 1000 Euro. Es scheint also eine gewisse Zahlungsbereitschaft der Leser auch für kostenlos verfügbare Online-Inhalte zu geben. Ob dies nur die anfängliche Begeisterung ist oder ob sich das System längerfristig etablieren kann, wird man sehen. Ich finde die Idee jedenfalls sehr gut und glaube daran, dass es genügend LeserInnen gibt, die Ihre Anerkennung für die vielen Online-Schreiber auf diese Weise ausdrücken möchten. Wenn Sie der gleichen Meinung sind: Flattrn Sie mit!

„Mein Web 2.0“ im Juni – das unschlagbare Webgenie?

Mit dem Beginn von Web 2.0 kam auch eine neue Art der Wissenssammlung auf. Ein Beispiel dafür fand ich beim Durchstöbern des Netzes an einem der verregneten Frühjahrstage dieses Jahr:

Der Akinator  auf http://de.akinator.com/

Dieses Spiel ist vergleichbar mit dem alt bekannten Gesellschaftsspiel „Wer bin ich“. Nur das hier der Spielpartner ein virtueller Flaschengeist ist, der jede Person, an die der Spielpartner denkt, errät. Aufgabe ist es, an irgendeine Person, Sache oder Figur zu denken. Der Akinator fragt daraufhin durchschnittlich 10-15 Fragen über die Person und errät diese schließlich. Das Wissen des Flaschengeistes ist dabei unbegrenzt. So sind gegenwärtige Politiker (z. B. Angela Merkel) oder Schauspieler genauso wenig ein Problem wie Romanfiguren. Sogar der  Hund „Rollo“ aus dem Roman Effi Briest von Theodor Fontane errät der Akinator in weniger als 15 Fragen. Tipp: Wer es nicht glauben kann, bitte ausprobieren.

Auch wenn Akinator.com nicht gerade zu den sinnvollen Freizeitbeschäftigungen zählt, so zeigt es doch wie gut crowdsourcing funktionieren kann, sobald eine kritische Masse erreicht ist: Das unschlagbare Webgenie errät scheinbar jede Person, Sache oder Figur an die der Spieler denkt. Sollte dies einmal nicht der Fall sein, so kann der Spieler zusätzliche Personen eintragen und das Wissen des Akinator vergrößern.  Somit entsteht ein unschlagbares, virtuelles Genie.