Tagungsfrühling 2010

In den letzten Wochen waren wir als Projektteam viel unterwegs, um auf einigen Tagungen erste Ergebnisse unserer Web-Befragung zu präsentieren. Unsere erste Reise im Mai führte in den Thüringer Wald an die TU Ilmenau, wo wir auf der Jahrestagung der DGPuK zum passenden Thema „Medieninnovationen“ drei Vorträge aus dem Projekt vorstellten:

Das gesamte Projektteam fing an mit dem Vortrag zum Thema Wie aktiv sind Web-2.0-Nutzer? Entwurf einer Typologie anhand des Aktivitätsniveaus der Nutzer. Es folgte eine Präsentation von Monika Taddicken und Michael Schenk, die sich speziell der Selbstoffenbarung im Web 2.0 und den Einstellungen der Nutzer zur Privatsphäre widmete: Selbstoffenbarung und Privatsphäre im Web 2.0. Den Abschluss machten Ljewin Scheiko, Christine Uzler und Michael Schenk mit einem Vortrag über den Einfluss der Web-2.0-Nutzung auf die Online- und Offline-Netzwerke der Nutzer: Wandel der Struktur persönlicher Netzwerke durch die Web 2.0-Nutzung.

Ebenfalls noch im Mai konnten wir auf der GOR in Pforzheim wiederum in drei Vorträgen Ergebnisse aus unserem Projekt – diesmal auf Englisch – vorstellen. Auch hier ging es in einem Vortrag von Monika Taddicken und Michael Schenk um die Frage nach dem Zusammenhang von Selbstoffenbarung, Privatsphäre-Einstellungen und Web-2.0-Nutzung: How is Self-Disclosure in the Social Web associated with Privacy Concerns? Direkt im Anschluss beschäftigte sich ein weiterer Vortrag einmal aus einem etwas anderen Blickwinkel mit dem Thema Web 2.0: In der Präsentation Lack of Motivation or Dominance of Privacy Concerns? Why Internet Users Do NOT Use the Social Web von Cornelia Jers, Monika Taddicken und Michael Schenk wurden die Nichtnutzer des Web 2.0 in den Blick genommen: Warum nutzen einige Internetnutzer NICHT die Möglichkeiten des Web 2.0, war die Frage, die hier im Mittelpunkt stand. Der dritte Vortrag von Ljewin Scheiko, Cornelia Jers, Christine Uzler und Michael Schenk Multiple Digital Divides? Inequalities in the Use of Different Web-2.0-Applications stellte sich der Frage, ob es durch das Web 2.0 zu einer Digital Divide 2.0 kommt und welche Nutzer möglicherweise durch die Verbreitung des Social Web benachteiligt sind.

Nachdem wir in den letzten Wochen also schon einige unserer Ergebnisse präsentieren konnten, wird unser nächster Schritt nun sein, die Daten der ego-zentrierten Netzwerkanalyse weiter auszuwerten und unseren Projektbericht fertigzustellen. Durch das Feedback auf beiden Tagungen und die interessanten Diskussionen, die sich ergeben haben, haben wir neue Ideen bekommen und freuen uns jetzt auf eine erneute intensive Auswertungs- und Arbeitsphase!