Projekte

Die Diffusion der Medieninnovation Web 2.0 : Determinanten und Auswirkungen aus der Perspektive des Nutzers

Der Begriff Web 2.0 bezeichnet übergreifend die in den letzten Jahren entstandenen vielfältigen Möglichkeiten der Partizipation und Kollaboration im Internet. Die zunehmende Verbreitung dieser Medieninnovation zeugt von ihrer gesellschaftlichen Relevanz heute und in der Zukunft. Dennoch partizipieren derzeit (noch) nicht alle Teile der Bevölkerung am Phänomen Web 2.0. Bislang ist aber weitgehend ungeklärt, welche Internetnutzer aus welchen Motiven und mit welchem Nutzen am Web 2.0 teilnehmen. Deshalb kann bisher kaum abgeschätzt werden, welche Folgen sich aus der zunehmenden Verbreitung von Web 2.0-Anwendungen ergeben werden. Dabei ist nicht nur die individuelle Ebene relevant, sondern es sind gleichfalls die Auswirkungen für Gruppen- und Gesellschaftsprozesse bedeutsam. So kann eine weitere digitale Spaltung der Gesellschaft, eine ‚digital divide 2.0’, befürchtet werden.

Um diese Fragestellungen auf der Mikro-, Meso- und Makroebene beantworten zu können, beinhaltet das beantragte Projekt ein mehrstufiges Forschungsdesign, das quantitative und qualitative Methoden integriert. Zielsetzung ist eine Antwort auf die Frage, welche Konsequenzen sich aus der steigenden Nutzung von Web 2.0-Anwendungen für Individuen, Gruppen und die Gesellschaft ergeben.

Gefördert wird dieses Projekt durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.

 

Datenschutz und Persönlichkeitsrechte in Social Networks, Foren & Co. – Problembewusstsein von jungen Nutzern und Konsequenzen für medienpädagogisches Handeln

Das Social Web ist aus der Medienwelt Jugendlicher heute nicht mehr wegzudenken. Insbesondere Social-Networking-Sites erfreuen sich zunehmender Beliebtheit und sind fester Bestandteil der Alltagswelt geworden. Es ist zu beobachten, dass Jugendliche und junge Erwachsene im Social Web vergleichsweise offen mit den eigenen und den personenbezogenen Daten anderer umgehen. Die Konsequenzen und Risiken, die ein unreflektierter Umgang mit persönlichen Daten in sich birgt, sind vielfältig und kaum absehbar. Zudem ist zu erwarten, dass die Veränderungen in der Medienlandschaft auch Veränderungen der Bedeutung von Privatsphäre und Datenschutz mit sich bringen. Gerade bei jungen Internetnutzern kann es zu einer Verschiebung dessen kommen, welche Informationen als privat gelten sollten und welche nicht.

In einer umfassenden Studie möchten wir diese Phänomene näher beleuchten. Welche Bedeutungskonzepte von Privatheit und Öffentlichkeit haben Jugendliche und junge Erwachsene? Was wissen die Digital Natives über Risiken und Konsequenzen der Social Web-Nutzung? Welche Relevanz ordnen sie den möglichen Gefahren zu und wie beeinflussen das Wissen und die Einstellungen das Handeln bei der Social Web-Nutzung? Ziel ist es, mit Hilfe der Studie Eltern und Pädagogen für die Herausforderungen und Möglichkeiten der Medienwelten Jugendlicher zu sensibilisieren, um Jugendliche adäquat bei ihrer Nutzung der digitalen Medien zu begleiten. Außerdem soll der gesellschaftliche Diskurs über die Bedeutung von Privatsphäre auf der einen und dem Bedürfnis nach Online-Selbstdarstellung durch die Jugendlichen auf der anderen Seite angestoßen werden.

Gefördert wird dieses Projekt durch die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfahlen (LfM)

 

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