Lass dich überraschen!

Die Tage zum Weihnachtsfest sind gezählt. Mittlerweile brennt schon das zweite Licht am Adventskranz und jeder freut sich auf das immer näher rückende Fest. Verstärkt wird die Weihnachtsstimmung durch den gefallen Schnee und die Weihnachtsmärkte, die uns überall mit einem Zimt- und Glühweinduft locken. Doch was wäre Weihnachten ohne Geschenke von den Liebsten? Mittlerweile gibt es aber leider nur noch selten „Überraschungsgeschenke“ und immer öfter weiß man, welches Geschenk man zu Weihnachten bekommen wird.Durch das aufkommende Web 2.0 hat man außerdem immer mehr reine online-Kontakte und mit Facebook, Twitter etc. steht man mit der „ganzen Welt“ in Kontakt, sodass das traditionelle Wichteln mit einer Reihe von Freunden und Bekannten schon gar nicht mehr möglich ist. Lösung bietet „Twichteln“.

Wie schon im letzten Jahr haben Twitter-Nutzer nun die Möglichkeit, sich gegenseitig eine Freude zu machen und der Überraschungseffekt kommt bei Twichtel-Geschenken mit Sicherheit nicht zu kurz.  Unter http://www.twichteln.de/ können sich Twitter-Nutzer kostenlos anmelden, kurz darauf werden die Teilnehmer einander zugelost und man sollte bis spätestens dem 20.12. sein Geschenk auf die Reise geschickt haben, sodass das Twichtel-Geschenk pünktlich zu Heiligabend seinen Empfänger erreicht. Leider war der Anmeldeschluss für das diesjährige Twichteln schon am 5. Dezember. Doch wer mal nicht mehr nur seine „real-life-Freunde“ beschenken möchte, der sollte sich diese Aktion für nächstes Jahr merken! Somit wünsche ich weiterhin eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Twichteln!

JIM 2010 veröffentlicht

Heute kam die JIM Studie 2010 heraus. Die Studie vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest beschreibt seit 1998 das Mediennutzungsverhalten Jugendlicher in Deutschland und ist damit sehr wertvoll, weil die aktuellen Veränderungen beschreiben werden können. Die Ergebnisse haben wir schon mit Spannung erwartet, denn sie sind ja auch in Hinblick auf unser neues Projekt hochinteressant. Hier die wichtigsten Ergebnisse zur Internet-Nutzung und Privatsphäre kurz zusammengefasst:

Demnach haben zwei Drittel der 12-19-jährigen Onliner schon einmal Fotos und/oder Filme von sich ins Netz gestellt. Die E-Mail-Adresse haben 37 % veröffentlicht. Gegenüber dem Vorjahr ist die Bereitschaft der Jugendlichen persönliche Daten im Social Web preis zugeben erfreulicherweise rückläufig. Bereits zwei Drittel aller Jugendliche nutzen die Privatsphäreoptionen um ihre Daten nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich zu machen. Wobei die Nutzung dieser Optionen immernoch duch Alter, Geschlecht und formale Bildung determiniert wird. Mädchen, Volljährige und Gymnasiasten machen überdurchschnittlich häufig davon Gebrauch.

Mit Blick auf die Gefahren der Internetnutzung ist aus Sicht der Jugendlichen die Angst vor Abzocke und Viren groß (44 bzw. 42 %). Gut ein Viertel der Befragten gaben zudem an Angst vor Datenklau und -missbrauch zu haben. Zunehmend relevante Probleme scheinen auch Cybermobbing und das Recht am eigenen Bild zu sein. 15 % der Teilnehmer bestätigen das bereist jemand peinliche oder beleidigende Bilder oder Videos von ihnen in Netz gestellt hat.

Eltern (37 %) und Schule (36 %) spielen eine wichtige Rolle bei der Sensibilisierung für die Gefahren im Netz. Zum Umgang mit den Gefahren gibt es verschiedene Wege, die je nach Geschlecht häufiger oder weniger häufig angewendet werden. Besonders Mädchen verfolgen die Strategie im Netz wenig von sich preis zu geben und sie meiden Kontakt mit Fremden. Jungs haben hingegen wohl eher die technischen Gefahren im Blick, wenn sie angeben sich mit Virenabwehrsoftware zu schützen.

Jeder Vierte hat schon einmal im real live eine Person getroffen, die er über das Internet kennengelernt hat. In der Regel verlaufen diese Treffen ohne nennenswerte Vorkommnisse, jedoch beschreiben 3 % der befragten Stichprobe die Treffen im nachhinein als unangenehm (was immer das heißen mag). Betrachtet man nur diejenigen, die schon einmal einen reinen Online-Kontakt getroffen haben, kommt man auf 13 % unangenehme Treffen.

Insgesamt lassen sich die aufgezeigten Tendenzen als erfreulich beurteilen, da eine zunehmende Sensibilität für die Gefahren des Social Web unter den Jugendlichen zu zu herrschen scheint. Dennoch gibt es bei einigen nach wie vor offensichtlich Aufklärungsbedarf, besonders jüngere Jugendliche, Hauptschüler und Jungs erscheinen nach Lektüre der aktuellen JIM als Risikogruppen. Die komplette Studie zum Download gibt es hier.

JIM. (2010). JIM-Studie 2010. Jugend, Information (Multi-) Media. Basisstudie zum Medienumgang 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Stuttgart: Medienpädagogischer Forschungsbund Südwest.

Mein Web 2.0 im November – Ein eigenes Wiki? Kein Problem!

Es ist November, es wird langsam kälter und grauer… Zeit also sich zu überlegen, wie man den einen oder anderen tristen Winterabend (sinnvoll) verbringen könnte – und für mich Zeit zu überlegen, was es denn so neues oder empfehlenswertes in der Web 2.0-Welt gäbe.

Dabei ist mir in letzter Zeit – wie eigentlich immer wenn man in den Weiten des World Wide Web (2.0) herumstöbert –  wieder einiges mal mehr, mal weniger Kuriose  untergekommen:

So kann man sich neben Müsli, Tee, Parfüm oder Schokolade (und Was-weiß-ich-was-noch-allem) beispielsweise sein eigenes Olivenöl zusammenstellen („myolives“).

Oder man denkt sich (bescheuerte) Aktionen aus und fragt die Web-Gemeinde auf „howmutch“ für welchen Betrag man bereit wäre die Aktionen auszuführen bzw. in  umgekehrter Logik,  was einem die beschriebene Aktion wert wäre.  Wer sich lieber unter den Befragten befindet , kann sich die Zeit dann damit vertreiben, zu überlegen für welchen Betrag er sich zu so geistreichen Aktionen wie dem Ablecken einer U-Bahn-Haltestelle  verleiten ließe…

Oder man lebt sich auf  „thumbscribes“ kreativ und kollaborativ mit anderen Nutzern literarisch aus.

Oder… oder….

Was ich unseren Lesern diesen Monat aber ans Herz legen möchte,  ist weniger eine einzelne, spezifische Web 2.0-Plattform und auch nicht unbedingt die „klassische“ Teilnehmerrolle (die es im Web 2.0 ja eigentlich sowieso nicht gibt), sondern vielmehr Folgendes:

Bauen Sie doch einfach einmal Ihr EIGENES Wiki auf!

So lässt sich auch über mehrere Personen verteiltes Wissen einfach, schnell und gut zugänglich strukturieren und dokumentieren. Was noch lange nicht heißt, dass man sein Wiki völlig öffentlich und allgemein zugänglich gestalten muss. So kann man bei verschiedenen Wiki-Anbietern die Zugänglichkeit individuell regeln und sein Wiki etwa nur bestimmten, zugelassenen Personenkreisen zugänglich machen.

Was wiederum bedeutet, dass es verschiedene Anbieter von Wiki-Software (und zugehörigen Serverkapazitäten) gibt, welche einem ermöglichen schnell und unkompliziert sein eigenes Wiki zu erstellen. Wer eingeblendete Werbung in Kauf nimmt, kommt dann sogar kostenfrei zu seinem eigenen Wiki.

Einen guten Überblick über verschiedene Wiki-Anbieter bietet dabei die Seite „wikimatrix“ die ermöglicht verschiedene Anbieter anhand zahlreicher Kriterien zu vergleichen. Wer eine Empfehlung bekommen möchte, kann den Choice Wizzard bemühen, der einem nach wenigen Fragen eine Auswahl empfohlener Wikis präsentiert.  Gefragt wird beispielsweise, ob das Wiki-Interface in einer bestimmten Sprache verfügbar sein soll oder ob man auf WYSIWYG (Tolle Abkürzung oder? – What You See Is What You Get) Wert legt.

Für unser projektinternes Wiki bin ich so auf Wetpaint gestoßen und ich muss sagen, ich bin immer noch begeistert. Sowohl von Wetpaint als auch vor allem von der Tatsache wie einfach man sein eigenes Wiki anlegen kann und wie nützlich es einfach ist.

Was ich sagen möchte ist, dass ich es eigentlich nur empfehlen kann es einmal selbst – egal mit welchem Anbieter – auszuprobieren.

Ob privat (bspw. für Kochrezepte), fürs Studium  oder beruflich. Ob allein für sich (auch wenn es dann nicht mehr ganz dem Wiki- und Web 2.0-Gedanken entspricht), oder mit  Freunden, Kommilitonen oder Kollegen…

Also einfach mal ausprobieren!

Und vielleicht hätte ich als Überschrift auch einfach „Eine Ode an Wikis“ nehmen sollen 😉

Neues Forschungsprojekt: Datenschutz und Persönlichkeitsrechte in Social Networks, Foren & Co.

Die Analyse der Daten des DFG-Projekts schreitet weiter voran und hat bisher schon spannende Ergebnisse geliefert. Umso mehr freuen wir uns darüber, uns weiterhin mit dem Thema Social Web beschäftigen zu können. Die Entscheidung der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfahlen (LfM) das Projekt „Datenschutz und Persönlichkeitsrechte in Social Networks, Foren & Co.“ an das Institut für Sozialwissenschaften der Universität Hohenheim zu vergeben, erreichte uns am Freitag und bescherte uns einen positiven Start ins Wochenende. Die Studie setzt sich mit dem Nutzungsverhalten und der Sensibilität junger User für Datenschutzaspekte und Privatsphäre im Social Web auseinander. Ich persönlich freue mich ganz besonders auf die Herausforderung dieses Projekt als Koordinatorin betreuen zu dürfen. Natürlich werden wir im Web-Researcher-Blog weiter darüber berichten.

Mein Web 2.0 im Oktober – Lesen was das Zeug hält

Während wir in den letzten Wochen noch mit vielen Sonnenstunden verwöhnt wurden und immer noch werden, kündigt sich doch so langsam der Winter an: Die Abende werden länger, es ist kalt, man mummelt sich gemütlich in seine Decke ein…. und liest am besten ein Buch. Wer hier noch auf der Suche nach guten Literaturtipps ist, dem möchte ich heute den Blog „Ein Buch muss die Axt sein“ (http://einbuchmussdieaxtsein.blogspot.com) empfehlen. Auf diesen privaten Blog wurde auch ich erst kürzlich hingewiesen und er hat mich sofort überzeugt – in ansprechender Weise werden hier Bücher unterschiedlichster Art vorgestellt. Und das so gut, dass ich mir gleich „In meinem Himmel“ kaufen werde.

Mein Web 2.0 im September – Wasser, Wind und schnelle Boote

Der Sommer verabschiedet sich langsam und es wird nicht mehr lange dauern, bis die ersten Herbststürme über das Land hinweg fegen. Für viele Wassersportler neigt sich damit gleichzeitig die Saison (zumindest in unseren Breiten) dem Ende zu. Zeit also, sich ein wenig mit dem Internetangebot zum Thema zu beschäftigen.

Insbesondere sportlich orientierte Segler, die sich auch dafür interessieren, was in der Szene außerhalb Deutschlands oder Europas passiert, sitzen jedoch mit den klassischen Angeboten auf dem Trockenen. Die Redakteure der bekannten Zeitschriften bieten, wenn überhaupt, meist nur sehr oberflächliche Berichte. Zum Glück gibt es Internetangebote, fernab der renommierten Magazine.

Angebote wie Sailing Anarchy (www.sailinganarchy.com; deutscher Ableger www.sailinganarchy.de) bieten mit interessanten Reportagen und Hintergrundberichten bisher unbekannte Einblicke in die Welt des Regattasegelns. Die Berichte sind dabei nicht von professionellen und lediglich beobachtenden Reportern geschrieben, sondern meist von aktiv beteiligten Seglern, die ihre persönlichen Erfahrungen wiedergeben. Im angeschlossenen Forum hat der Leser zudem die Möglichkeit neue Designs, Boote oder Regattaergebnisse zu diskutieren.

Alles in allem, gute Voraussetzungen für einen kurzweiligen Winter…

Mein Web 2.0 im August – Sommer, Sonne, Strand & mehr

So langsam beginnt auch in Hohenheim die Feriensaison und die Kollegen verabschieden sich nach und nach in den verdienten Urlaub. Ich selbst habe noch keine konkreten Pläne. Zeit, mal zu gucken, was das Web 2.0 im Hinblick auf Sonne, Strand und Meer so zu bieten hat!

Die erste Adresse ist Wikitravel – ein weltweiter Online-Reiseführer. Dem Wiki-Prinzip folgend stellen die User hier aktuelle Reiseinformationen über Länder, Städte und Sehenswürdigkeiten zusammen. Man erhält Informationen zur besten Reisezeit, Transport oder kulinarischen Besonderheiten. Konkrete Restaurant- oder Hoteltipps bekommt man jedoch nicht. Die gibt es dafür bei tripadvisor. Hier kann man nach regional nach Empfehlungen in bestimmten Preiskategorien suchen; die User beschreiben und bewerten das Angebot.

Für Reisende die Anschluss suchen und vielleicht bei den Übernachtungskosten den einen oder anderen Cent sparen möchten, ist couchsurfing gedacht. Angemeldete User können eine Unterkunft finden und selbst eine Übernachtungsmöglichkeit oder auch anderes anzubieten, wie beispielsweise einem Reisenden die Stadt zu zeigen. Dann kann der Urlaub ja kommen!