„Mein Web 2.0 im Mai“: Makaber oder sinnvoll? Das Web-2.0-Testament

Das Web 2.0 hat nun auch den Tod für sich entdeckt.
Was passiert mit meinem Facebook-Profil, wenn ich morgen frühzeitig sterbe? Was steht in der Betreffzeile – „Bin dann mal beim Bungeejumping“? Um dies zu vermeiden, entwickelte die Schwedin Lisa Granberg einen Service, der das virtuelle Ableben regelt. Das Start-Up My Webwill (bald auch in englischer Ausgabe online) übernimmt nach dem Tod unser digitales Leben.

Mit Webwill können Web-2.0-Nutzer zu Lebzeiten festlegen, was mit ihren Accounts bei Facebook, Twitter und Youtube, dem Blog und der Fotosammlung bei Flickr nach dem Ableben passieren soll. Man kann sie löschen lassen, aktualisieren und pflegen oder  Abschiedsbriefe oder vorgefertigte Fotoalben zum Abschied verschicken lassen.

Doch ist das wirklich nötig, kann uns denn nicht mal im Sarg egal sein, was unsere virtuellen Freunde von uns denken? Webwill ist nicht nur aus ethischen Gründen umstritten, sondern auch hinsichtlich des Datenschutzes. Denn die Kunden müssen ihre Logins an Webwill weitergeben, damit dieses die Profilsteuerung später übernehmen kann.

Wer übrigens lieber digital als real sterben möchte, greift zur Web-2.0-Suicide-Machine http://suicidemachine.org/. Diese löscht alle Web-2.0-Profile mit einem Klick. Dann braucht man auch kein digitales Testament mehr.

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