„Mein Web 2.0″ im Oktober – Gebabbelt wird hier

Es ist Montagmorgen, halb acht. Der Wind saust mir eisig um die Ohren und ich vergrab mich in meinen dicken Wollschal. So sieht der Weg zu meinem Sprachkurs aus. Und alles nur für eine Stunde Sprachkurs, englische Auffrischung, Conversation.

Konversation, übersetzt schwätzen, ratschen, babbeln. Das geht auch leichter, nämlich online. Denn auf http://de.babbel.com wird gebabbelt bis sich die Balken biegen. Und das auf Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch. Babbel ist ein Online-Portal zum spielerischen Lernen von Fremdsprachen. Alle Lerninhalte werden durch Audiomaterial begleitet und mit Bildern verknüpft. Man lernt neue Inhalte durch eine gezielte Kombination von Lesen, Hören, Zuordnen und Schreiben, die nicht nur Abwechslung bietet, sondern auch effektiv ist. Mit Vokabeltrainer, Tutorials, Onlinekurse und Schreibübungen übt man die Grundkenntnisse. Danach heißt es, ab in die Foren der großen Babbel-Community zum üben, vertiefen und austauschen. Unter 300.000 Nutzern findet jeder Lernfreunde und Tandempartner. Der Basisdienst von Babbel mit Community ist kostenfrei, außerdem gibt’s aber auch Premiumdienste gegen Entgeld wie betreute Sprachkurse.

So ist der Onlinesprachkurs bei einer heißen Schokolade auf dem Sofa eine echte Alternative zum klassischen Sprachkurs im kalten ungemütlichen Hörsaal. Deshalb: Have fun! Bon courage! Pasalo bien! Buon divertimento!

P.S.: Unter
http://www.deutsche-startups.de/2009/10/08/hausbesuch-bei-babbel/ kann man übrigens hinter die Kulissen des Kreuzberger Start-Up-Unternehmens schauen.

„Mein Web 2.0″ im September – und nochmal Filme…

Nicht alles was irgendwie nach Web 2.0 aussieht  ist auch wirklich eine Web 2.0 – Anwendung  – oder zumindest keine waschechte. Denn immer mehr Websites machen sich zumindest einige Web 2.0 Elemente zu Nutze und so ist es nicht verwunderlich, dass zwischen Web 1.0 und Web 2.0 eine Art Mischzone existiert, die ebenfalls einiges zu bieten hat. Diesem Bereich entspringt auch die Seite, die ich als „Mein Web 2.0„ des Monats September vorstellen möchte und die nochmals das Juni-Thema „Filme“ – wenn auch aus einem anderen Blickwinkel – aufgreift:

Die Internet Movie Data Base, oder kurz IMDb, welche man wahlweise auf Deutsch unter http://www.imdb.de/ oder auf Englisch unter http://www.imdb.com/ findet.

Echte Filmfreaks werden sie höchstwahrscheinlich bereits kennen, allen anderen möchte ich sie hiermit ans Herz legen, denn hier findet man so gut wie jede Information die das Herz rund ums Thema „Film“ begehren kann.
Ob es um „profane“ Fragen wie das Genre oder die Besetzung eines bestimmten Filmes,  oder speziellere Themen wie Filmformate, Seitenverhältnisse oder Drehorte geht  - bei der IMDb wird man fündig.

Der „Web 2.0“ – Touch kommt dann durch die angebotenen Diskussionsforen, Kommentar- und Bewertungsfunktionen, die nach der Anmeldung auf der Seite genutzt werden können. Die Bewertungen sind dabei – eine hilfreiche Idee? – auch nach verschiedenen Merkmalen gesplittet und somit  beispielsweise nach Geschlecht, oder Altersgruppen getrennt angegeben. Wer sich also für die typische 33- jährige  oder den typischen männlichen, unter 18 Jahre – FilmguckerIn hält, kann sich an die Bewertung eines Filmes speziell durch die jeweilige Gruppe halten.

Wer noch keinen passenden Film für den nächsten Filmabend gefunden hat kann davor dann noch einen Blick in die Top 250 – Filmliste, die aus den Stimmen regelmäßiger Bewerter ermittelt wird, werfen und sich dort – neben den üblichen Verdächtigen – neue Ideen und Anregungen für den Gang zur Videothek holen.

Hiermit also viel Spaß  beim nächsten Filmabend  oder Kinobesuch  – und ganz wichtig:

Das Popcorn nicht vergessen!

Urlaubszeit – auch bei uns: sonnige Grüße!

Eine Woche meines Sommerurlaubs ist nun vorbei und ich schaue auf strahlend schöne, heiße Tage zurück – heute haben wir es uns im Killesbergpark gutgehen lassen, allerdings wurde ich prompt von einer Wespe gestochen, was weniger schön war. Apropos Insekten – denen gefällt es diese Tage auch besonders gut: Am bisher heißesten Tag des Jahres wollten wir das Höhenfreibad genießen – natürlich hatte ganz Stuttgart die gleiche Idee, weswegen es nur noch einen Schattenplatz in Steillage gab, was für Babys wirklich nicht ideal ist. Als wir dann innerhalb kürzester Zeit von Bremsen total verstochen wurden, packten wirr schon nach einer knappen Stunde recht entnervt unsere Sachen zusammen, um schwitzend auf unserem Balkon auszuharren. Dennoch freue ich mich natürlich auf weitere Freibadbesuche, das Wetter bleibt ja so hochsommerlich warm, grüße auf diesem Weg meine Kollegen und sage tschüs, das war mein Augustbeitrag

Pretest erfolgreich abgeschlossen!

Die Auswertung unseres Pretests ist nun erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt haben 527 Teilnehmer vom 28. April bis 7. Mai den Fragebogen komplett beantwortet. Davon sind rund 59 Prozent weiblich, 35 Prozent männlich, der Rest machte keine Angaben. Entsprechend unserem Forschungsschwerpunkt befasste sich die Befragung mit der Nutzung des Web 2.0. Vor diesem Hintergrund standen insbesondere Themen wie das individuelle Nutzungsverhalten, die Nutzungsmotivation, aber auch Datensensibilität oder Computer- und Internetkompetenz im Mittelpunkt der Umfrage.

Nutzung Web-2.0-Anwendungen

Abbildung 1: Nutzung von Web-2.0-Anwendungen

Die große Mehrheit der Teilnehmer nutzt ein breites Spektrum an Web-2.0-Anwendungen, wie Abbildung 1 zeigt. 85,3 Prozent aller Befragten besuchen mindestens mehrmals im Monat Soziale Netzwerkplattformen (SNP), 83,6 Prozent Wikis und 72,8 Prozent Videoplattformen. Im Vergleich dazu nutzen nur 45,3 Prozent der Teilnehmer mehrmals im Monat Bilderplattformen und 44,7 Prozent Diskussionsforen. Abgeschlagen auf dem letzten Platz finden sich die Blogs. Sie werden nur von 34,7 Prozent der Teilnehmer regelmäßig genutzt.

Die starke Nutzung aller Web-2.0-Anwendungen ist möglicherweise auf die Stichprobenzusammensetzung mit einem hohen Anteil Studierender zurückzuführen. Aufschluss wird diesbezüglich unsere repräsentative Umfrage liefern, die seit Juni im Feld ist.

Obwohl Wikis vom Großteil aller Befragten genutzt werden, sind die Sozialen Netzwerkplattformen (SNP) die am häufigsten genutzten Anwendungen. Soziale Netzwerkplattformen, zu denen bspw. StudiVZ oder Xing gehören, werden von über der Hälfte der Befragten mindestens einmal täglich aufgesucht. Es folgen Wikis, die von vielen mehrmals wöchentlich aufgerufen werden, und Videoplattformen, die die Mehrheit ungefähr einmal in der Woche besucht. Danach folgen Diskussionsforen, Bilderplattformen und Blogs, die selten genutzt werden.

In Abbildung 2 ist die Nutzungshäufigkeit von Sozialen Netzwerkplattformen – die von der Stichprobe mit Abstand am stärksten genutzte Web-2.0-Anwendung – dargestellt. Wie bereits beschrieben, greifen die meisten Befragten, nämlich 25,5 Prozent der Teilnehmer täglich auf die Seiten zu, 24,8 Prozent der Befragten sogar mehrmals täglich. Nur 6,2 Prozent der Befragte nutzen nie Soziale Netzwerkplattformen. Der hohe Stellenwert sozialer Netzwerkplattformen (insbesondere StudiVZ) ist vermutlich, ebenso wie die starke Web-2.0-Nutzung insgesamt, auf die Stichprobenzusammensetzung zurückzuführen, die zu einem Großteil aus Studierenden besteht. In unserer repräsentativen Hauptstudie erwarten wir entsprechend relativierende Ergebnisse, sind aber auch dementsprechend gespannt, wie groß die Unterschiede sein werden.

Nutzungshäufigkeit Sozialer Netzwerkplattformen
Abbildung 2: Nutzungshäufigkeit Sozialer Netzwerkplattformen

Mit ihren Daten gehen die Befragten im Internet zum großen Teil sorgsam um. Den Namen, Geburtstag, Fotos und eine E-Mail-Adresse hat der Großteil zwar schon einmal im Internet preisgegeben, den Beruf, die Post-Adresse, eigene Gedanken, Gefühle und Sorgen behalten sie jedoch lieber für sich.

Damit sich die Befragten überhaupt für eine Anwendung im Netz anmelden, müssen für die meisten Befragten insbesondere zwei Punkte gegeben sein: Die Anwendung muss einen seriösen Eindruck machen und die angegebenen Daten müssen gut bzw. leicht kontrollierbar sein. Außerdem wollen die Teilnehmer einen Nutzen aus dem Angebot ziehen. Weniger wichtig ist für die Befragten der Bekanntheitsgrad der Web2.0-Anwendung sowie die Empfehlung von Freunden.

Außerdem fragten wir die Teilnehmer nach ihrer Motivation, Web-2.0-Angebote zu nutzen. Die wichtigsten Motive für die Nutzung sind Informationssuche und der Kontakt mit anderen Nutzern. Die Teilnehmer nennen zudem häufig Spaß als Grund für die Web-2.0-Nutzung und bezeichnen die Angebote als bequemen Zeitvertreib.

Der Pretest ermöglichte es uns, die Fragen und Formulierungen unseres Fragebogens auszudifferenzieren und zu verbessern. Von Juni bis September werden jetzt in drei Wellen 3000 Internetnutzer über ein Online-Access-Panel zu ihrer Web-2.0-Nutzung befragt, um Aussagen über die Gesamtheit der Internetnutzer in Deutschland ab 14 Jahren treffen zu können. Zudem konnten im Pretest bereits erste wichtige inhaltliche Ergebnisse gewonnen werden.

Wir danken daher allen Befragten noch einmal herzlich für ihre Teilnahme und Mithilfe!

“Mein Web 2.0″ im Juni – Film verpasst?

Festplattenrecorder sind auf dem Vormarsch. Wo früher Videorecorder in den Schränken standen, stehen nun moderne Recorder, die digital auf interne Speichermedien aufzeichnen. Ein altes Problem ist jedoch geblieben: Wenn man seine Sendung nicht programmiert, wird sie auch nicht aufgezeichnet. Was also tun, wenn man seine Aufnahme vergessen hat? Früher konnte man – mit etwas Glück – die Aufnahme auf Videokassette von einem Bekannten ausleihen, aber heute?

Abhilfe schaffen hier Internet-Videorecorder, wie z.B. der OnlineTVRecorder. Damit kann man bequem seine Filme zentral aufzeichnen lassen und anschließend den Film auf den eigenen PC runterladen. Die Anwendung bietet dank ihrer Mitglieder jedoch deutlich mehr, als das simple Aufzeichnen einer Fernsehsendung. So ist es zum Beispiel möglich, Schnittlisten für die aufgezeichneten Filme herunterzuladen, mit denen per Mausklick automatisch alle Werbeunterbrechungen entfernt werden können. Jeder kann so eine Liste erstellen und der Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Da dementsprechend zumeist eine Reihe von Schnittlisten zur Auswahl stehen, können die Listen von anderen Mitgliedern bewertet und kommentiert werden, um die Auswahl zu erleichtern.

Eine Kommentarfunktion gibt es auch zu den einzelnen Aufzeichnungen, wo sich die Nutzer gerne über die Qualität der Aufnahme oder die Altersfreigabe der Ausstrahlung austauschen. Dass es zusätzlich auch ein Forum und Chat gibt, in dem sich die Nutzer rege austauschen oder dass die Mitglieder aktiv in die Weiterentwicklung der Anwendung einbezogen werden, erscheint vor diesem Hintergrund nahezu selbstverständlich.

Und sollte man einmal vergessen haben, seine Aufnahme zu programmieren, kann man sich einen „Buddy“ suchen, der die Sendung aufgenommen hat, und die Aufnahme „ausleihen“ – ganz wie in alten Zeiten.

Wichtigste Ergebnisse der Gruppendiskussionen im Überblick

Der erste, qualitative Teil unserer empirischen Studie ist nun abgeschlossen. Dabei wurden die mehr als 200 Seiten Transkripte aus fünf sehr interessanten Diskussionsrunden mit semi-aktiven und aktiven Web-2.0-Nutzern, die Ende 2008 stattfanden, ausgewertet. Wir haben viel Neues darüber erfahren, wie die Nutzer das Web 2.0 wahrnehmen, wo sie seine Vorteile sehen, warum sie das Web 2.0 nutzen und was sie alles über sich selbst preisgeben. Einige interessante Ergebnisse haben wir schon im April auf der GOR in Wien vorgestellt. An dieser Stelle gibt es nun für alle Interessierten noch eine schriftliche Kurzzusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Projektphase.

Ergebnisse des LfM-Projekts „Jugendliche und Web 2.0″

Vor einigen Tagen wurden die Ergebnisse des LfM-Projekts „Jugendliche und Web 2.0″, das das Hans-Bredow-Institut in Zusammenarbeit mit der Universität Salzburg bearbeitet hat, vorgestellt. Bereits jetzt ist ein Kurzbericht hierzu verfügbar (hier). Auf den kompletten Ergebnisbericht, der im Sommer erscheinen soll, freuen wir uns, denn er verspricht interessante Erkenntnisse und Anregungen, nicht nur, aber auch, für unser eigenes Projekt.

„Mein Web 2.0″ im April – Ordnung im Netz

Endlich im Netzwirrwarr zurecht finden: Was ist Cloud Computing, wie teuer wird die WLAN-Steuer und wie kommt man an Selma Hayeks E-Mail-Adresse? Die Antworten geben die Trendpiraten. Denn einen Blog zu führen macht nicht nur Spaß, sondern bietet auch die Möglichkeit, sein Wissen über einen Spezialbereich unserer komplizierten Welt auszubreiten.

Da muss natürlich auch das Internet selbst erklärt werden. Dabei kommen die Trendpiraten nicht technisch und trocken daher, sondern erklären in Text, Bild und Video die fabelhafte Welt des Internets. Auf http://trendpiraten.tv führt die Redaktion ein Blog und liefert täglich interessante, skurrile – und manchmal auch provokante – Nachrichten aus dem Themenkreis Internet, Web-Business, Mobiltelefonie und digitales Spielzeug. Dies natürlich immer mit einem leichten Augenzwinkern und der nötigen Prise Humor.

Vorträge auf der GOR 09 in Wien

Die GOR war – wie eigentlich immer – interessant und inspirierend: vielfältigste Inhalte, vermittelt in traumhaftem Uni-Gebäude, begleitet von strahlendem Sonnenschein.

Unsere Ergebnisse haben wir ebenfalls in zwei Vorträgen vorgestellt:

Jers/Taddicken/Schenk: “Why Do I Use the Social Web?” Exploring the Motives of Active and Passive Users via Focus Groups

Taddicken/Jers/Schenk: Social Web and Self-Disclosure = Participation vs. Privacy? Exploring
How Users Manage this Dilemma via Focus Groups

Daneben waren wir noch mit zwei Postern aus verwandten Forschungsprojekten vertreten:

Jers/Friedrich: Billion Dollar Business, Media Revolution or Marketing Hype? The Framing of ‘Web 2.0’ by German Quality Newspapers

Taddicken/Hohn/Miltner: Naïve Information Disclosers or Aware Readers? Different Ways of Using studiVZ

Für das studiVZ-Poster wurde uns sogar der diesjährige Poster-Preis der GOR verliehen. Darüber freuen wir uns sehr!

Mein Web 2.0 im März

Es ist nun März und inzwischen schafft es die Sonne schon ab und an Regen und Schnee für einige Augenblicke zu vertreiben. Höchste Zeit also sich Gedanken um die Eröffnung der Grillsaison 2009 und die dazugehörigen kulinarischen Leckereien zu machen. Wer dabei (wie ich) kein allzu begnadeter Koch oder einfach so immer auf der Suche nach neuen Rezepten ist,  für den ist chefkoch.de – mein Web 2.0 des Monats – genau das Richtige. Denn hier finden sich Rezeptvorschläge aller Art und in allen Variationen und das natürlich nicht nur fürs Grillen.  Die Rezepte werden von den Nutzern selbst eingestellt, mit einer Schwierigkeitsstufe und der zum Kochen benötigten Zeit gekennzeichnet und können zudem bewertet werden.  Das zugehörige Forum bietet darüber hinaus die Möglichkeit zum Austausch untereinander.

Wer aufgrund fehlender Erfahrung oder exotischer Rezepte mit den in  den Rezepten verwendeten Begrifflichkeiten Probleme hat,  dem hilft dann vielleicht das RezepteWiki weiter. Dieses bietet neben Rezeptvorschlägen (von denen man sich auch eine Zufallsauswahl anzeigen lassen kann – als kleine Entscheidungshilfe für die Frage „Was koche ich heute?“) auch noch schöne Erläuterungen verschiedener Kochtechniken und Kochgerätschaften.

Für die wahren Grillfans unter uns bietet dann das GrillWiki abschließend noch einen kleinen Überblick über verschiedene Grillvarianten  bzw. -techniken.

So gerüstet kann eigentlich nichts mehr schiefgehn und die Grillsaison mit neuen, leckeren Rezepten beginnen. Hoffen wir also auf viel Sonnenschein.